Schulstart ohne Kaufrausch!

Shoppen, shoppen, shoppen - meist bleibt einem auch nichts anderes übrig, wenn man auf die unendlich langen Listen blickt, die man meist schon lange vor dem Schulbeginnt ausgehändigt bekommt. Stifte, Hefte, diverse Malutensilien, Radiergummis, Schnellhefter in allen Farben und und und....

Dazu kommen noch Schulranzen, Sportbekleidung, Regenschutz, Hausschuhe, Brotdosen, Trinkflaschen, Werkkoffer und Turnbeutel. Im Laufe des Schuljahres müssen noch Rucksäcke für Ausflüge, Lesehilfen, Lesebücher, Übungshefte etc. besorgt werden.
 
Alles ist scheinbar ein Must-have, alles soll plastikfrei, ökologisch, leicht, hübsch und trendy sein.
 
Das diese Aufgabe zu Stress führt versteht sich von selbst, schließlich gibts es auch hier eine schier endlose Anzahl an Wahlmöglichkeiten, aus denen man das Passendste auswählen kann und muss.
Wohlwissende, dass man das Optimum nie finden wird!

1# Tip - Bei Schulranzen auf Gewicht und Farben /Muster achten!

GEWICHT:

Bei Erstklässlern muss natürlich alles gekauft werden (teilweise geht auch Second-Hand). Sollte das Kind einen längeren Schulweg haben, dann lohnt es sich vor allem darauf zu achten, dass der Schulranzen ultraleicht und ergonomisch geformt ist. Man glaubt gar nicht, wie schwer Hefte, Bücher und Mappen schon in der ersten Klasse sein können.
 
FARBEN:

Neutrale/Unempfindliche Farben lassen sich bei Bedarf mit bunten Accessoiress aufpeppen und werden auch in der vierten Klasse noch gerne verwendet. Bei auffälligen, grellen und sehr hellen Farben und kindlichen Mustern muss man damit rechen, das spätestens in der vierten Klasse ein cooleres Modell gekauft werden muss.

2#Tip Bestandsaufnahme machen & Bedarf festlegen 

SCHULSACHEN -UND BÜCHER:
 
Gemeinsam mit dem Kind das Regal, in dem Schulhefte & Co. aufbewahrt werden ausräumen. Wiederverwendbares aufheben und von der Schulliste streichen (nicht jeder Heftumschlag muss neu gekauft werden, denn auch der Neueste ist nach einem Monat schon alt!). Bücher für Erstleser bestehen meist aus nur ein paar Seiten und werden häufig auch nur ein paar Mal in die Hand genommen. Natürlich ist es wichtig auch den Leseanfängern abwechslungsreiche Lektüre anzubieten, damit sie Spaß am lesen haben. Hier lohnt es sich schon im Vorfeld gebrauchte Bücher zu besorgen (Mehr als 10 Erstlesebücher werden selten benötigt, denn im ersten Schuljahr wird den Kindern noch viel vorgelesen). Das schont die Umwelt und den Gelbeutel und bringt für das Kind keine Nachteile.
 
 KLEIDUNG:
 
Was passt aktuell noch, was muss erneuert bzw. neu besorgt werden?  Auch hier ist Mäßigkeit geboten.
Der Schuhkauf lässt sich meist nicht planen, da wir nicht schon im Herbst Winterschuhe besorgen können, in einem halben Jahr können die Füße um mehr als 1 cm wachsen.
 
Bei Kleidung reicht es in der Regel 2x im Jahr einen Garderobencheck durchzuführen. Natürlch kann man auch bei Kleidung  in Ausnahmefällen zur falschen Größe greifen (vor allem bei sehr jungen Kindern und solchen, die sich in der Pupertät befinden). Erfahrungsgemäß passen die Größen aber meist zum Alter der Kinder.
 
 BESTANDSAUFNAHME:

  • Was passt noch, was ist zu klein?  

 

  • Gibt es Kleidungsstücke die für die Schule / Kita zwar nicht mehr "gut" genug sind, aber in der   Freizeit noch getragen werden können? 

 

  • Kann man kleine Änderungen/Anpassungen vornehmen (aus einer langen Hose, die noch gut sitzt kann im Handumdrehen eine kurze gemacht werden)?


 BEDARF ERMITTELN UND EINKAUFSLISTE ERSTELLEN:

 

  • Wie viele paar Hosen, T-Shirts, Pullover, Röcke, Sportsachen und Co. wird mein Kind geschätzt im nächsten Halbjahr benötigen?

 

  • Welche Farben und Schnitte trägt mein Kind gerne? 

 

  •  Gibt es irgendwelche no-goes, z.B. kratzige Materialien, unbequeme Formen oder schlechte Qualität eines Herstellers?

 

  • Sind besondere Aktivitäten geplant? Benötig das Kind besondere Sportkleidung (Tennis, Karate, Schwimmen etc.) oder sind besondere Anläße geplant (Hochzeiten, Auftritte etc.)?

 

Je detailierter hier die Planung, desto entspannter meistens der Einkaufsbummel. Hier ist erfahrungsgemäß weniger mehr. Wer in etwa weiß, was er sucht verliert seltener den Überblick und lässt sich nicht zu sinnlosen Spontankäufen hinreissen. 

Beispiel für einen Kleiderschrank / Kastencheck. Hier finden sich viele neutrale Hosenfarben, diese lassen sich gut mit farbenfrohen Oberteilen kombinieren

3# - Bei trendigen Dingen - erstmal abwarten


Heute ist es die Eiskönigin, morgen sind es Schuhe mit Rollen und übermorgen eine Polaroidkamera oder etwas anderes.
 
Jeder umgibt sich gerne mit trendigen Dingen, den damit drücken wir unter anderem unsere Zugehörigkeit zu einer Gruppe aus, aber zu viel davon muss nicht sein!
 
Trendige Boxen, Taschen und Spielsachen etc. sind aber oft sehr kurzlebig und meist von minderwertiger Qualität. 
Bevor man dem Kind jeden Wunsch sofort erfüllt, lohnt es sich abzwarten. 
Wünsche die schon längere Zeit bestehen, können dann bei z.B. Geburtstagen erfüllt werden. Oft sind sie dann aber schon nicht mehr aktuell und werden von der Wunschliste getrichen.
Übrigens, auch neutrale Gegenstände lassen mit trendigen Auklebern versehen und bringen Kinderaugen zum Strahlen!