Wie funktioniert Journaling? 

 

Selbstreflexion, Psychohygiene  sind bekannte Methoden, um für Ordnung in den eigenen Gedanken und Emotionen zu sorgen. Seit ein paar Jahren wird eine neue Methode beworben, welche einerseits dazu dienen soll, Erlebtes zu reflektieren und andererseits Geplantes zu strukturieren und zu organisieren.

Das klingt nicht nur sehr interessant und vielversprechend - das klingt sogar nach einer Technik, die sich auch in Sachen Entschleunigung und Entspannung als sehr nützlich erweisen könnte ;-).

 

Aber was genau ist dieses Journaling?

 

Für die einen ist es eine schnelle und praktische Möglichkeit, um für mehr Kontrolle und Struktur in ihrem Leben zu sorgen. Andere betrachten sie als eine Möglichkeit des künstlerischen und kreativen Schaffens. Es gibt auch solche, für die es eine Art analoge Zuflucht in der digitalen Welt ist. 

Was unterscheidet Jounaling vom Tagebuch-Schreiben?

Rein äußerlich muss es keinen erkennbaren Unterschied geben. In der Regel verwendet man für beides Hefte oder Notizbücher im A 5-Format. Aber prinzipiell sind andere Formate auch möglich, je nach persönlichen Vorlieben.

Beim Jounaling verwendet man ein Bullet Journal. Das kann ein Planer, ein Werkzeug zur Organisation der Arbeit, ein Skizzenbuch, eine Sammlung von Aufgabenlisten oder auch ein kreatives Tagebuch sein. Bujo wie ein Bullet Journal auch genannt wird, muss sich nicht auf eine bestimmte Funktion beschränken, es ist vielmehr ein universelles Tool, welches wir täglich an uns selbst und an unsere Bedürfnisse anpassen können. Es ist eine Art Notizbuch, welches uns dabei helfen kann, die Realität besser zu erfassen und zu begreifen. Hier können wir unsere Angelegenheiten, Pläne und Ideen notieren und so einen besseren und umfassenderen Überblick über uns selbst und unser Leben bekommen. Sein Charme liegt in seiner Einfachheit!

Schaut man sich manche Inspirationen aus dem Internet an, dann kann man den Eindruck gewinnen, dass all das Zeichnen von Tabellen und Blümchen,  das Abkleben mit washi tapes etc. sehr zeitaufwändig ist. Aber Sticker & Co. sind definitiv keine Must-Haves, sondern lediglich freiwillige Ergänzungen! Hier ist weniger manchmal mehr...


Ein Bujo hat keinen starren Rahmen, es enthält keine Seiten, die uninteressant sind und deshalb leer bleiben, wie man das aus manchen Planern und Kalendern kennt. Es bringt Struktur in unser Leben und hilft uns dabei wichtiges festzuhalten.

 

Für wen eignet sich Journaling? 

 

Eigentlich für jede Person,  die Kontrolle über ihr Leben behalten möchte. Wenn du öfter das Gefühl hast, dass der Alltag dir zu viel wird oder du deine Gedanken nicht geordnet bekommst, könnte Journaling das Richtige für dich sein. 

Dieses System ist so vielseitig und dennoch so individuell, dass eigentlich jeder Gefallen daran finden sollte.

Wir zeigen hier bewusst keine Beispiele von Bullet Journalen, um keine besondere Erwartungshaltung zu wecken. Ein Journal ist mitunter etwas sehr Privates und das soll es auch bleiben.

 

Journaling auszuprobieren lohnt sich auf jeden Fall, denn unserer Erfahrung nach, kann ein konsequent geführtes Journal das Leben erheblich vereinfachen!