Slow fashion

Beim Thema Slow Fashion geht es primär um einen bewussteren Umgang mit Mode. Jemand, der den Slow Fashion-Lifestyle lebt, kauft seine Kleidungsstücke überlegt und bedarfsorientiert,  statt sich spontanen Impulskäufen hinzugeben. Er zieht qualitativ hochwertigere Kleidung aus nachhaltigen Materialen, billiger Massenware vor und trägt seine Kleidung länger, statt jede Saison sein Outfit zu wechseln und den Kleiderschrankinhalt zu erneuern.

 

Menschen, die sich an die Regeln der „langsamen Mode“ halten, bevorzugen es, ein oder zwei Kleidungsstücke von besserer Qualität, zu einem entsprechend höheren Preis zu kaufen, anstatt sich dem Konsumzwang hinzugeben und ein Dutzend Artikel zu erwerben. Auch bei Slow Fashion gilt die Devise – Weniger ist mehr.

   

Langsame Mode bedeutet auch, seiner Kleidung, wenn möglich, ein zweites Leben zu schenken. Viele von uns werfen Accessoires und Kleidungsstücke achtlos weg, wenn sie aus der Mode gekommen oder beschädigt sind. Langsame Mode bedeutet, seine Kleidung mit Bedacht zu wählen, sie zu pflegen und dafür zu sorgen, dass sie uns lange dient. Es lohnt sich, Kleidungsstücke, die sich nicht reparieren bzw. umnähen lassen zu verschenken oder in einem Second-Hand-Laden zu verkaufen, statt sie in der Mülltonne zu entsorgen. Und auch der Kauf von bereits getragener Kleidung zeichnet den Slow Fashion trend aus.

 

Langsame Mode schont neben dem Geldbeutel auch die Umwelt. Tonnen von billig hergestellter und achtlos weggeworfener Kleidung landen jährlich auf den Mülldeponien. Dazu kommen auch noch große Mengen an Farben und Chemikalien, die zum Bedrucken von T-Shirts verwendet werden und zusätzlich die Umwelt verpesten. Wem Nachhaltigkeit wichtig ist, der sollte auch bei der Mode auf Kleidungsstücke setzen, die lange haltbar sind und ihren Zweck über Jahre erfüllen.

 

Fast Fashion -> Slow Fashion, aber wie?

 

Slow Fashion schärft den Blick für die eigenen Bedürfnisse in Bezug auf die Garderobe.

Wenn du mit Slow Fashion beginnen möchtest, dann solltest du zuerst deine Bedürfnisse kennen lernen. Du solltest wissen viele Kleidungsstücke, also Kleider, Röcke, Hosen, T-Shirts etc. du in welchem Stil *) (sportlich,  klassisch, natürlich etc.)  benötigst, bevor du dich auf dem Weg zu einem Modegeschäft machst. So kannst du gezielt die Regale ansteuern, die zu deinem Stil passen und daraus die Stücke auswählen, die du mit hoher Wahrscheinlichkeit  tragen wirst und die sich gut mit dem Rest deiner Garderobe kombinieren lassen.

 

 

*) Welche Kleidung passt zu welchem Typ?

 

Sportlicher Stil, passt sehr gut zu dir, wenn du einen geraden oder athletischen Körperbau hast und unkomplizierten Kleidungsstil bevorzugst. Dazu gehören pflegeleichte, natürliche Materialen, die gerne auch strukturiert oder gemustert sein können, wie z.B. Leinen, Cord, Leder. Auch ein Rolli in Kombination mit einem Blazer und einer  Jeans passen gut zum sportlichen Typ. Beim Einkaufen solltest du vor allem nach hellen und dynamischen Farben, wie Grün, Blau, Orange und Gelb Ausschau halten.

 

Natürlicher Stil, passt gut zu dir, wenn du eher schlank und zierlich bist, keine besonderen Rundungen hast und dir Bewegungsfreiheit und Bequemlichkeit wichtig sind. Du solltest weite, schlichte und unkomplizierte Kleidung wählen, die locker und leger wirkt. Besonders gut eignen sich natürliche Materialien, wie Baumwollstoffe und Strickwaren in allen Farben der Natur und in Blautönen.

 

Klassischer Stil entspricht am ehesten deinem Typ, wenn dein Körper schlank ist und du schöne Proportionen hast.  Du magst zeitlose, feminine Schnitte und gute Qualität deiner Kleidung war dir schon immer wichtig? Dann greife  beim Shoppen eher zu hochwertigen Materialien in traditionellen Farben wie Dunkelblau, Dunkelgrau, Weiß, Schwarz, Weinrot, als zu ausgefallenen Schnitten und Farbkombinationen.