Slow home - Slow Living

Die Idee des langsamen Lebens und Wohnens ist eng verwandt mit dem Slow Food Trend. Zuerst kam die Faszination  für die gesunde Ernährung und später für den gesunden Lebensstil. Somit steht Slow Living für eine behagliche und gesunde Wohnumgebung.

 

Wer sich bei der Gestaltung seiner Innenräume von der Natur inspirieren lässt, der handelt im Sinne von Slow Living. Dazu gehören Farbtöne wie Grün, Grau und Beige, viele  Pflanzen und Materialien wie z.B. Holz, Ziegel, Beton,  Leinen und Stein. Die Zimmer können auch mit recycelten Möbeln oder Dekorationen ausgestattet und  gestaltet werden. 

 

Slow Living & Minimalismus und Ordnung

 

Ein Übermaß an Gegenständen, sowie Unordnung stehen im Widerspruch zum langsamen Lebensstil.         

Das Innendesign sollte auf Minimalismus und Komfort ausgerichtet sein. 

Es lohnt sich auch die Grundfunktion der Räume zu hinterfragen und das alles Unnötige zu beseitigen.  

 

Aber überstürze nichts!  Vor dem Umgestalten kommt das achtsame Wahrnehmen. 

 

Wenn du in deiner Wohnumgebung etwas verändern möchtest, dann solltest du zuerst den Ist-Zustand deiner Wohnräume erfassen und analysieren, um daraus die erforderlichen bzw. gewünschten Veränderungsmaßnahmen ableiten zu können. Dazu eignet sich ein Rundgang durch deine Räume, bei dem du die Rolle eines konstruktiv-kritischen Beobachters einnimmst. Beim Betrachten eines Raumes ist es immer wichtig sich sowohl mit all seinen Bestandteilen wie Einrichtung, Farbgebung, Lichtverhältnissen usw.  als auch mit der im Raum herrschenden Atmosphäre auseinanderzusetzen. 

 

Anbei ein paar Aspekte, auf du beim analysieren deiner Wohnumgebung berücksichtigen solltest.

 

Farben & Proportionen

 

Farbe ist nicht gleich Farbe. Farben die wir bevorzugen stehen im engen Zusammenhang mit unserer Persönlichkeit, unseren Erfahrungen sowie der aktueller Stimmungslage. Sie transportieren Bedeutungen und lösen bei deren Betrachtung unbewusste Gefühle und Assoziationen aus.Farben können uns glücklich machen, wenn sie mit unserem Naturell übereinstimmen und sie sind in der Lage eine Atmosphäre zu schaffen, in der wir uns entspannt und ausgeglichen fühlen und im Einklang mit uns selbst sind. Vorausgesetzt wir entscheiden uns bewusst für Farben, die zu uns passen. Häufig ist es jedoch so, dass die Wandfarbe nur eine untergeordnete Rolle spielt, ganz nach dem Motto – mit Weiß kann man Nichts falsch machen.

 

Welche Farben haben deine Wände? Hast du die Farben nach deinen Vorlieben ausgewählt?

Bist du mit der Atmosphäre, die in deinen Wohnräumen herrscht zufrieden?

 

 

In unserem Wohnumfeld spiegelt sich unsere Persönlichkeit wieder. Hier dürfen wir unsere Individualität ausleben und uns so zeigen, wie wir sind. Ausgefallene Formen und farbenfrohe Dekoration können, wenn sie wohldosiert verwendet, sehr wohltuend und anregend sein. Aber ein Zuviel an Formen- oder Farbenvielfalt führt meist zu Chaos.  

 

Wie ist es bei dir?  Wirken die Anordnung und die Proportionen deiner Möbel harmonisch? 

Haben alle Einrichtungsgegenstände genügend Platz und gibt es dennoch genug Freiraum?

Welche Dekogegenstände sind dir wirklich wichtig, welche können in den Schrank wandern?

 

Wohlfühlfaktor Natur

 

Natur wirkt gegen jede Art von Stress, begünstigt die Erholung und Regeneration und wirkt sich zugleich positiv auf unsere Leistungsfähigkeit aus. Schon der Anblick von Natur z.B. in Form eines Baumes vor dem Fenster kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Aber nicht nur eine grüne Wohnumgebung sondern auch Pflanzen innerhalb der Wohnräume leisten einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden.

 

Wie viel Grün kannst du durch deine Fenster sehen und wieviel Grün findet sich auf deiner Fensterbank?

 

Slow living & gesundes Wohnen

 

Wie du bereits weißt, steht Slow Living für eine behagliche und gesunde Wohnumgebung. Vielleicht fragst du dich gerade, wie man sein Zuhause gesund machen kann.

 

Raumklima lässt sich ganz einfach mit Hilfe von Thermometer und Hygrometer messen und überwachen. Die meisten Haushalte verfügen über solche Geräte. Bei Bedarf ist es möglich auch den Kohlendioxidgehalt der Raumluft zu messen, dies kann vor allem in Räumen sinnvoll sein, in denen sich viele Menschen aufhalten und der Sauerstoff schnell verbraucht wird.

 

Wenn du schon beim Kauf von Einrichtungsgegenständen, Wandfarben und Reinigungsmittel auf offizielle Umweltzeichen achtest, dann tust du und deiner Raumluft viel Gutes. Hier geben Labels wie z.B. das EU Ecolabel, Öko-Kontoll-Siegel, Blauer Engel, Nature Plus uvm.) eine gute Orientierung. Des Weiteren ist es sehr wichtig, seine Räume regelmäßig und ausgiebig zu lüften, in dem man das Fenster nicht nur kippt sondern ganz öffnet, um die gesamte Raumluft auszutauschen.  Regelmäßige Frischluftzufuhr sorgt für Feuchteregulierung, Sauerstoffzufuhr und Schadstoffreduktion in Innenräumen. 

 

Wer der Wandgestaltung auf mineralische Produkte mit guten Puffereigenschaften zurückgreift  tut auch etwas für das Klima in seinen Räumen. Solche Produkte sind in der Lage überschüssige Feuchtigkeit aus dem Raum aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf wieder an die Raumluft abzugeben. Dies trägt maßgeblich zur Behaglichkeit bei. Auch Massivholz beeinflusst das Raumklima positiv. Holz kann aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen und wieder abgeben und auf diese Weise das Raumklima regulieren. Wer sich mit Einrichtungsgegenständen aus Massivholz umgibt kann sich glücklich schätzen. Holz macht die Räume nicht nur wohnlicher sondern auch behaglicher.

 

Ein weiterer Faktor in punkto Wohlfühlklima sind Pflanzen. Sie tragen gleich mehrfach zu unserem Wohlbefinden bei. Pflanzen sind nicht nur aufgrund ihrer Artenvielfalt und ihrer Optik wahre Glücklichmacher, die uns optimistisch stimmen und nachweislich heilsam wirken können. Sie sind auch unschlagbare Raumklimaverbesserer! Zum einen versorgen sie uns mit Sauerstoff, in dem sie Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln. Zum anderen sind sie in der Lage unerwünschte, Schadstoffe wie z.B. Formaldehyd aus der Luft zu filtern. 

Unter Anderem gelten vor allem Zimmertannen, Flamingoblumen, Bergpalmen und Birkenfeigen als gute Luftreiniger und guter Luftbefeuchter.

 

 

Slow living & Wohlfühloase für die ganze Familie

 

Langsames Leben in der Innenarchitektur kann eine großartige Möglichkeit sein, um eine gemütliche und familiäre Umgebung zu schaffen, in der sich alle Bewohner wohlfühlen.

 

Wer seine Wohnräume mit anderen Familienmitgliedern teilt, sollte darauf achten, dass jeder Bewohner einen persönlichen Rückzugsort hat. Laut Psychologen ist es vor allem in langen Beziehungen wichtig, dass jeder Partner zumindest über eine kleine Nische verfügt, die er nach seinen Wünschen gestalten und nutzen kann.  Eine Nische, das Wort sagt es bereits, muss nicht die Ausmaße eines ganzen Raumes einnehmen. Manchmal reicht eine Ecke im Raum oder ein Sessel, der nur uns gehört und bei Bedarf durch einen Paravent vom übrigen Raum getrennt werden kann. Entscheidend ist, dass wir unser eigenes Reich haben. 

 

Erfahrungsgemäß gehören solche persönlichen Rückzugsorte zu den wichtigsten Voraussetzungen für Wohn- und Lebenszufriedenheit. Denn nur wenn man in seinen vier Wänden auch mal ungestört sein kann, fühlt man sich hier auch richtig wohl.